Obwohl über 50% der Mieter in Deutschland den Wunsch nach Wohneigentum haben, gibt es doch immer noch einige Vorbehalte die gegen die eigen genutzte Immobilie sprechen könnten. Ein Bekannter nannte mir folgende Argumente, warum er weiter Mieter bleiben möchte:

-es bessere Anlagemöglichkeiten gibt
ich dadurch in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt bin (berufsbedingter Standortwechsel)
-finanzielle Vorsorge für kommenden Reparaturen usw. treffen muss

Das kann man natürlich auch so sehen, aber hierbei sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass

Rendite

1. in der aktuellen Zinsphase (und das seit 2010) praktisch keine sicheren Sparformen mehr erhältlich sind. Der Leitzins der EZB bewegt sich seitdem zwischen 1,00 und 0,0 % und auf einen klassischen Sparvertrag gibt es vielleicht noch 0,1 % Guthabenzins. Die ersten Banken nehmen sogar schon Strafzinsen im negativen Bereich.Wer nach einer höheren Rendite sucht, muss bereit sein ein höheres Risiko zu tragen. Aktien oder Fonds versprechen höhere Rendite, können aber im Kurs auch stark fallen.

Aber wie viel kann ich eigentlich monatlich sparen, wenn ich Miete bezahlen muss ? Und wenn ich statt der Miete meine Immobilie abbezahle ? Dann spare ich auch, denn am Ende gehört die Immobilie mir, und Miete muss ich dann auch nicht mehr bezahlen. Denn Miete ist eine lebenslängliche Zahlung.

Standortwechsel

2. das Thema „Standortwechsel“ kann ein wichtiges Argument sein. Wer alle 2 Jahre damit rechnen muss, berufsbedingt umzuziehen, für den ist die eigene Immobilie wahrscheinlich die falsche Wahl. Wer aber in Zeiträumen von 5 bis 15 Jahren denkt und plant, für den eröffnen sich andere Perspektiven. Man kann die eigen genutzte Immobilie ja auch vermieten, wenn man selber dort nicht mehr wohnen kann oder möchte. Nach 10 Jahren kann die Immobilie ohne zusätzliche Kosten verkauft werden. Im Gegenteil: ein Teil des Kredites ist ja bereits getilgt und wer vorher auf eine gute Lage geachtet kann, wird keinen Wertverlust erleiden sondern kann sogar noch auf einen zusätzlichen Gewinn hoffen.

Reperaturen

3. Vorsorge für Reparaturen ist natürlich wichtig. In den ersten 10 Jahren wird bei einem gut geplanten Kauf wahrscheinlich nichts großes anfallen. Es ist also Zeit genug, hier rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Bei einer Finanzierung habe ich eine feste monatliche Rate in der Regel für mindestens 10 Jahre mit der Bank vereinbart. Das habe ich mit meinem Vermieter nicht. Und das Mieten in mittleren bis guten Wohnlagen nicht sinken sondern stetig steigen muss auch Berücksichtigung finden. Wenn ich mein „Reparaturkonto“ (hier empfiehlt sich ein Bausparvertrag) anfangs mit 50 € monatlich anspare und jedes Jahr den Sparbeitrag um 20 € erhöhe (statt der Mietsteigerung) dann habe ich nach 10 Jahren ein Guthaben von 13.800 € und könnte über einen Bausparvertrag zusätzlich (sofern erforderlich) noch ein zinsgünstiges Darlehen erhalten.

Und was passiert mit meiner Mietwohnung nach 10 Jahren ? Ist die dann immer noch von ganz alleine genauso schön wie am ersten Tag ? Wird der Vermieter jetzt modernisieren ? Und die Kosten hierfür zusätzlich zur „normalen“ Mieterhöhung von mir mit einer weiteren Mieterhöhung verlangen ?

Merke: Vermieter sind keine wohltätigen Organisationen sondern möchten den Kaufpreis und die laufenden Kosten vom Mieter im laufe der Jahre zurück bekommen. Jeder Mensch bezahlt im Laufe seines Lebens eine Immobilie. Der Mieter bezahlt nämlich die Immobilie des Vermieters !

Bleibt am Ende für mich nur ein einziges Argument für eine Mietwohnung: ständiger Ortswechsel.

Lassen Sie sich noch heute einen Beratungstermin geben!

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