Wie kann man die Bonität steigern und den SCHUFA-Score verbessern?

Sie möchten vielleicht einen Kredit aufnehmen? Dann sollten Sie davor eventuell noch Ihre Bonität steigern und den SCHUFA-Score verbessern. Wir zeigen Ihnen, wie und mit welchen einfachen Mitteln Sie Ihre Bonität verbessern können!
Der SCHUFA-Score ist ein Wert, der die Kreditwürdigkeit oder die Bonität beschreibt. Die Bonität und der SCHUFA-Score spielen also bei allen Anträgen, bei denen ein kreditorisches Risiko eingegangen wird, eine entscheidende Rolle. Das ist zum Beispiel beim Abschluss eines neuen Strom-, Gas-, oder Internetvertrages, Mieten einer Wohnung oder einem Kreditantrag der Fall.
Hat man einen schlechten SCHUFA-Score oder eine schlechte Bonität, dann bedeutet das, dass die Rückzahlungswahrscheinlichkeit geringer ist als bei einer guten Bonität. Bei einer schlechten Bonität kann es sein, dass im Extremfall ein Vertrag abgelehnt wird oder höhere Konditionen zu zahlen sind, um das Risiko eines Zahlungsausfalles auszugleichen.

Die Bonität und den SCHUFA-Score verbessern

Kontrollieren Sie Ihre persönlichen Daten bei den Auskunfteien
Die Bonität wird basierend auf Personendaten, Zahlungserfahrungen, Negativmerkmalen wie Inkasso- und Gerichtsdaten sowie Insolvenzverfahren berechnet. Jedoch arbeiten auch Auskunfteien nicht fehlerfrei. Über ein Drittel der Bonitätsinformationen sind fehlerhaft, veraltet oder unvollständig. Auch wenn man zwar immer seine Rechnungen pünktlich gezahlt hast, kann es also trotzdem sein, dass sich in die Bonitätsauskunft falsche Daten einschleichen oder erledigte Merkmale nicht gelöscht wurden. Das kann im Extremfall die Bonität zu Unrecht negativ beeinflussen. Um dem entgegenzuwirken, empfehlen wir, die Daten regelmäßig auf Richtigkeit zu überprüfen und auch eine SCHUFA-Auskunft einzuholen.

Statt Kreditanfragen zu stellen, auf Konditionsanfragen bestehen

Wenn man sich bei einem Kreditinstitut einen Kredit beantragt, prüfen Banken zunächst die Kreditwürdigkeit. Hierfür wenden sich diese Kreditinstitute an eine Auskunftei, wie zum Beispiel die SCHUFA. Diese Bonitätsprüfung von Banken nennt sich entweder “Kreditanfrage” oder “Konditionsanfrage”.
Zwischen diesen beiden Begriffen gibt es jedoch einen gravierenden Unterschied. Eine Kreditanfrage hat zwar keinen Einfluss auf den Bonitätsscore, wird aber 12 Monate in der Bonität vermerkt. Sind also in der Bonität mehrere Kreditanfragen vermerkt, kann das den Eindruck erwecken, dass man sich auf mehrere Kredite beworben hat und für alle abgelehnt wurde. Die Bank könnte nun schlussfolgern, dass man nicht vertrauenswürdig ist. Eine Konditionsanfrage hingegen ist bonitätsneutral.
Die Konditionsanfrage verursacht keinen Eintrag in Deiner Bonität und hat auch keinen Einfluss auf Deinen Score.

Unnötige Girokonten und Kreditkarten kündigen

Mehrere Girokonten und Kreditkarten werden von Auskunfteien als Zeichen der Unzuverlässigkeit angesehen. Deswegen ist es zu empfehlen, die unnötigen Konten zu kündigen, damit sie die Bonität nicht senken. Auch einen ständigen Wechsel des Girokontos sollte man vermeiden.

Die Finanzen im Griff behalten

Wenn man Rechnungen pünktlich zahlt, erspart man sich nicht nur teure Mahngebühren. Im schlimmsten Fall landen unbezahlte Rechnungen nach zwei Mahnungen beim Inkassobüro, was wiederum in einem Negativeintrag enden kann. Ein Verzug allerdings darf nur dann an die Auskunftei vermittelt werden, wenn der Verbraucher zweimal gemahnt wurde und nach der ersten Mahnung vier Wochen vergangen sind.

Den höchstmöglichen Dispokredit wählen

Die Kreditinstitute hinterlegen die Dispokredite in der Schufa-Akte. Nun kommt der Clou: Je höher der hinterlegte Dispokredit ist, desto besser schätzt die Bank Deine Kreditwürdigkeit ein. Die SCHUFA wird dem Urteilsvermögen und dem Rating der Bank glauben. Aber Vorsicht: Man darf den Dispo nicht überziehen. Die Bank könnte den Dispo kündigen, und das würde definitiv negativ in der SCHUFA-Akte vermerkt werden.