Risiko oder Chance ?

Die Mieten steigen ständig, die Zinsen sind günstig wie noch nie. Da fragen sich viele Menschen, ob das jetzt der richtige Augenblick ist, um aus der Miete raus und in das Wohneigentum rein zu kommen. Inzwischen gibt es auch einige Banken, die Menschen mit wenig oder sogar ohne Eigenkapital diesen Schritt ermöglichen. Aber ist das auch gut, wo doch in vielen Köpfen noch die Devise „20 % Eigenkapital sind die Voraussetzung für eine Immobilienfinazierung“ fest verankert ist ?

Natürlich ist Eigenkapital immer gut für eine Finanzierung, je mehr Eigenkapital umso niedriger der Zinssatz. Aber warum sollte jemand der 800 € Kaltmiete bezahlt, nicht auch ohne Eigenkapital 800 € für seine Immobilienfinanzierung bezahlen können ? Unter bestimmten Voraussetzungen können sogar bestehende Ratenkredite hier mit eingebunden werden und damit eine bessere Lösung gefunden werden.

Also z. B. aus 800 € Kaltmiete und 300 € Ratenkredit eine neue Gesamtrate von 1.000 € machen ? Da sind dann sogar 100 € „Luft“ für nicht eingeplante Ausgaben mit drin. Angenommen bisher konnten 1.100 € bezahlt werden , dann können in Zukunft sicher auch 1.000 € bezahlt werden. Und das ohne das Risiko von Mieterhöhungen.

Immobilienfinanzierung

Mit einer Immobilienfinanzierung schafft man sich Sicherheit vor steigenden monatlichen Raten für 10, 15, 20 Jahre oder sogar noch länger. Also kann da grundsätzlich doch nichts dran falsch sein ? Wenn die Einnahmen ausreichen um die bisherigen Ausgaben zu decken, dann kann es doch nur gut sein, wenn man sich die Ausgabenseite langfristig auf diesem Niveau sichert.

Problematisch kann eine Immobilienfinanzierung werden, wenn die bisherige günstige Miete und die sonstigen Ausgaben nur durch Aufnahme von immer neuen Ratenkrediten finanziert werden konnte. Wenn das Geld also vorher schon nicht gereicht hat, dann wird es hinterher auch nicht reichen. Hier sollte erst einmal die aktuelle Einnahmen-/Ausgaben Situation geprüft werden und ggf. erst e